Schließung der Kindertagespflegestellen wegen Corona

Aufgrund der dynamischen Lageentwicklung in Bezug auf den Corona-Virus hat die Landesregierung am 13. März 2020 beschlossen, dass ab dem 17. März alle Kindertagespflegestellen, Kitas  und Schulen in Baden-Württemberg schließen.

Das ist eine Situation, die viele Fragen und Unsicherheiten aufwirft und denen wir begegnen müssen. Wir möchten Sie auf diesem Wege nach bestem Wissen und Gewissen über den aktuellen Stand informieren und Antworten auf die wichtigsten Fragen geben. Natürlich können wir nur das weitergeben, was von der Regierung bereits bekanntgegeben wurde. Über aktuelle und neue Entwicklungen werden wir zeitnah informieren.

Absage aller Kurse und Veranstaltungen

Aus gegebenem Anlass werden alle Kurse und Veranstaltungen, die vom Verein angeboten werden, bis einschließlich Ostern abgesagt und verschoben. Das betrifft im Einzelnen:

  • die Grundkurse: Kurs 1 bis 4
  • alle Tagesseminare
  • Regio-Treffen
  • Hauptversammlung am 1. April

Hausbesuche werden ebenfalls bis Ostern ausgesetzt.

Kontakt zum Verein

Selbstverständlich ist unsere Geschäftsstelle in dieser Zeit weiterhin für Sie da! Sie erreichen uns zu den üblichen Öffnungszeiten sowohl telefonisch als auch per E-Mail. Darüber hinaus bemühen wir uns, auch nachmittags telefonisch erreichbar zu sein. Da es voraussichtlich viele Anrufe geben wird, schreiben Sie bitte eine E-Mail, falls alle Leitungen besetzt sind. Wir werden diese schnellstmöglich beantworten.

Wir möchten darum bitten, dass von Besuchen in unseren Räumlichkeiten nur in dringenden Fällen Gebrauch gemacht wird.

Schließung der Kindertagespflegestelle (inkl. Sonderregelungen)

Alle Kindertagespflegestellen müssen ab 17. März geschlossen werden. Es gilt aber folgende Ausnahme:

Für Kinder von Eltern in systemrelevanten Berufen soll es eine Notfallbetreuung geben.

Zu den systemrelevanten Berufen zählen beispielsweise:

  • Energie- und Wasserversorgung
  • Feuerwehr
  • Berufe in der Gesundheitsversorgung: medizinisches und pflegerisches Personal; Hersteller von für die Versorgung notwendigen Medizinprodukten
  • Lebensmittelproduktion und -einzelhandel
  • Müllabfuhr
  • notwendiges Personal für Erhalt der Infrastruktur (ÖPNV)
  • Polizei
  • Rettungsdienste
  • Telekommunikation

Grundvoraussetzung ist dabei, dass beide Erziehungsberechtigte der Kinder – im Fall von Alleinerziehenden der oder die Alleinerziehende – in Bereichen dieser Berufsgruppen tätig sind.

Sollte die Sonderregelung bei den Eltern greifen, müssen diese sich an ihre jeweilige Gemeinde bzw. Stadt wenden, die für die Notfallbetreuungen zuständig ist. Nach Absprache mit der betreffenden Gemeinde oder Stadt kann die Betreuung bei der bisherigen Tagespflegeperson eventuell fortgesetzt werden. Voraussetzung dabei ist natürlich auch, dass die Tagespflegeperson selbst die Betreuung fortsetzen will.

Kinderbetreuung für Eltern, die nicht in systemrelevanten Berufen tätig sind

Betroffene Eltern müssen sich im privaten Umfeld um eine Möglichkeit der Kinderbetreuung bemühen (Freunde, Nachbarn etc.).

Großeltern sollten die Betreuung ihrer Enkelkinder in der jetzigen Situation nicht übernehmen, da ältere Personen nach allen vorliegenden Erkenntnissen eine besonders gefährdete Personengruppe darstellen.

Sollte keine Betreuung gefunden werden, sollten die Eltern sich an ihren Arbeitgeber zur weiteren Klärung wenden.

Verdienstausfall für Tagespflegepersonen

Der Landesverband Kindertagespflege Baden-Württemberg geht davon aus, dass selbständige Tagespflegepersonen auf Antrag eine Entschädigung für den Verdienstausfall nach dem Infektionsschutzgesetz erhalten. Aufgrund der schnellen Entwicklungen und schnell getroffenen Maßnahmen gibt es diesbezüglich aber noch keine klaren Aussagen. 

Wir werden Sie umgehend mit weiteren Informationen versorgen, sobald diese vorliegen.

Aktuelle Informationen finden Sie auch auf: