Corona-Auswirkungen auf Kindertagespflege

In den letzten Wochen wurden immer wieder neue Informationen zu den Corona-Auswirkungen auf die Kindertagespflege herausgegeben.

 

In diesem Beitrag sind nach aktuellem Stand die relevantesten geltenden Regelungen auf einen Blick zusammengefasst.

Am 13. März 2020 hat die Landesregierung beschlossen, dass ab dem 17. März bis einschließlich der Osterferien alle Kindertagespflegestellen, Kitas und Schulen in Baden-Württemberg geschlossen werden. Von dem Betreuungsverbot ist in der Kindertagespflege auch die Gruppe der Kinderfrauen betroffen.

Ausnahme vom Betreuungsverbot

Einzige Ausnahme vom Verbot ist die Betreuung von Kindern, deren Eltern in systemrelevanten Berufsgruppen tätig sind (sofern beide Eltern in diesen Berufen tätig sind oder der Elternteil alleinerziehend ist). Die Kindertagespflege ist ausdrücklich Teil der Notfallbetreuung. Es sollen vor Ort individuelle Lösungen gefunden werden.

Kinderbetreuung für Eltern, die nicht in systemrelevanten Berufen tätig sind

Betroffene Eltern müssen sich im privaten Umfeld um eine Möglichkeit der Kinderbetreuung bemühen (Freunde, Nachbarn etc.). Großeltern sollten die Betreuung ihrer Enkelkinder in der jetzigen Situation nicht übernehmen, da ältere Personen nach allen vorliegenden Erkenntnissen eine besonders gefährdete Personengruppe darstellen. Sollte keine Betreuung gefunden werden, sollten die Eltern sich an ihren Arbeitgeber zur weiteren Klärung wenden.

Lösungen für Verdienstausfall der Tagespflegepersonen

Das Landratsamt Heidenheim hat ein Schreiben herausgegeben, in dem die weitere Geldleistung an Tagespflegepersonen zunächst bis Ende April geregelt ist. Für die Zeit vom 17. März bis zum 30. April erhalten Tagespflegepersonen für jedes Betreuungsverhältnis, das über das Jugendamt des Landkreises finanziert wird, 6 Wochen Ausfallzeit bezahlt.

Das Geld bekommen Tagesmütter und -väter automatisch; es müssen keine besonderen Formulare für diese Zeit ausgefüllt werden. Mit der Auszahlung wurde bereits begonnen.

Beachten Sie:

Für die Zeit vom 01. bis 16. März müssen wie üblich die Stundenzettel eingereicht werden. Tagespflegepersonen, die eine Notfallbetreuung haben, rechnen wie bisher ab. Die Bezahlung der coronabedingten Ausfallzeit bekommen Tagespflegepersonen unabhängig davon, ob sie vor Mitte März bereits Tage für die Betreuungsbereitschaft „verbraucht“ haben.

Der Verein wird weiterhin über alle neuen Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

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